Heilpraktikergesetz


Gebetsheilung

Heilpraktikergesetz


Gebetsheilung Heilpraktikergesetz

Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung
(Heilpraktikergesetz) vom 17.02.1939

§ 1

  1. Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu einer Erlaubnis.
  2. Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.
  3. Der die Heilkunde ausüben will, erhält eine Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“.

§ 2

  1. Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, bisher berufsmäßig nicht ausgeübt hat, kann eine Erlaubnis nach §1 in Zukunft erhalten
  2. außer Kraft

§ 3

  1. Die Erlaubnis nach §1 berechtigt nicht zur Ausübung der Heilkunde im Umherziehen

§ 4 außer Kraft

§ 5

  1. Wer, ohne zur Ausübung des ärztlichen Berufes berechtigt zu sein und ohne eine Erlaubnis nach §1 zu besitzen, die Heilkunde ausübt, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

§ 5a

  1. Ordnungswidrig handelt, wer als Inhaber einer Erlaubnis nach §1 die Heilkunde im Umherziehen ausübt.
  2. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Deutsche Mark geahndet werden.

§ 6

  1. Die Ausübung der Zahnheilkunde fällt nicht unter die Bestimmung dieses Gesetzes.
  2. außer Kraft

§ 7

  1. Der Reichsminister des Inneren erlässt die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

§ 8

  1. Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündigung in Kraft.

© 10.12.2017 by Franz Kopf